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Fondation Louis Vuitton Paris – Ausstellung Mark Rothko bis 2. April 2024

Die Ausstellung in der Fondation Louis Vuitton in Paris beginnt mit intimen Szenen und Stadtlandschaften wie den New Yorker U-Bahn-Szenen, die in den 1930er Jahren vorherrschend waren, und geht dann über zu einem Repertoire, das von antiken Mythen und dem Surrealismus inspiriert ist und gleichzeitig die Tragik eines Krieges und die Auswirkung auf das menschliche Dasein zum Ausdruck bringt.

Ab 1946 vollzog Mark Rothko einen entscheidenden Schritt in Richtung Abstraktion. Seine erste Phase waren die Multiformen, in denen schwebende Farbmassen sich gegenseitig auszugleichen. Nach und nach verringert sich ihre Anzahl und die räumliche Organisation seiner Malerei entwickelt sich rasch zu den sogenannten „klassischen“ Werken der 1950er Jahre, in denen sich rechteckige Formen in einem binären oder ternären Rhythmus überlagern, gekennzeichnet durch gelbe, rote, ockerfarbene, orangefarbene, aber auch blaue und weiße Töne.

Die Ausstellung, die am 18. Oktober 2023 in der Fondation eröffnet wurde, ist die erste Retrospektive des amerikanischen Malers Mark Rothko (1903-1970) in Frankreich seit der Ausstellung im Musée d’Art Moderne de la Ville de Paris im Jahr 1999. Sie umfasst rund 115 Werke aus den größten institutionellen Sammlungen, insbesondere der National Gallery of Art in Washington, der Tate in London und der Phillips Collection in Washington, sowie aus großen internationalen Privatsammlungen, darunter auch die der Familie des Künstlers.

Im Jahr 1958 erhielt Rothko den Auftrag, eine Serie Wandgemälde für das Restaurant Four Seasons im von Philip Johnson entworfenen Seagram Building in New York zu schaffen, dessen Bau von Ludwig Mies van der Rohe geleitet wurde. Rothko entschied sich jedoch schließlich dagegen, die Bilder auszuliefern und behielt die gesamte Serie für sich. Elf Jahre später, im Jahr 1969, schenkte der Künstler der Tate Gallery neun dieser Gemälde, die sich durch die tiefroten Töne von anderen Werken unterscheiden. Diese außergewöhnliche Serie wird ebenfalls in der Ausstellung präsentiert.

1960 eröffnete die Phillips Collection dem Maler einen permanenten Ausstellungsraum, den ersten „Rothko Room“, der eng mit ihm abgestimmt war und ebenfalls hier gezeigt wird.
 
Rothkos ständiges Hinterfragen, sein Wille zu einem wortlosen Dialog mit dem Betrachter, seine Weigerung, als „Kolorist“ gesehen zu werden, ermöglichen durch diese Ausstellung eine neue Lesart seines Werks – in seiner wahren Pluralität.

Die Ausstellung erstreckt sich über alle Räume der Stiftung und ist chronologisch aufgebaut. Sie zeigt die gesamte Karriere des Künstlers von seinen ersten figurativen Gemälden bis hin zur Abstraktion, die heute sein Werk bestimmt.

Tickets:

Fondation Louis Vuitton-Paris

 

Bilder: Fondation Louis Vuitton

Paris im Blick

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